Unsere Tanzkreuzfahrt 2010 zu den Fjorden Norwegens
Es war eine kleine Gruppe, die sich am 29.5. 2010 auf dem Flughafen Zürich Kloten einfand um für den Flug nach Hamburg einzuchecken. Wer dies nicht schon zu Hause getan hatte, musste sich mit einem der dort herumstehenden Eincheckautomaten herumplagen, wobei bei jedem eine Swiss Person stand, um zu helfen. Die Personalersparniss muss riesig sein. Jänu.. nicht unser Bier... .zum Glück.
Auf alle Fälle hatten alle schon bald ihre Einsteigekarte und wir machten uns auf den Weg zu unserem Schiff, der MS Amadea im Hamburger Hafen. Doch vor dem Vergnügen noch das Vergnügen, und so wurden wir direkt am Flughafen von einem Bus abgeholt, der uns aber nicht direkt zum Schiff brachte, sondern mit uns eine 2 stündige Stadtrundfahrt machte. Wir 6 Personen, der Fahrer und der Stadtführer, alle in einem normal grossen Reisecar, wir hatten wirklich enorm viel Platz, mehr als zum Tanzen auf dem Schiff, aber darüber später mehr.
Die Rundfahrt war sehr interessant, der Hamburger zeigte uns die schönsten Orte in seiner Stadt, wir genossen diesen Ferienbeginn. Anschliessend war es noch zu früh um aufs Schiff zu gehen, also machten wir uns zu Fuss auf, die Umgebung zu erkunden. Essen, trinken und bei schönstem Wetter herumschlendern verkürzte uns die Zeit bis zum Einsteigen.
Im Schiffsterminal wurden wir herzlich begrüsst mit dem ersten von unzähligen Cüplis und waren schon sehr bald in unserer Kabine. Das Gepäck war noch nicht dort eingetroffen, also machten wir uns zuerst einmal näher mit dem wunderschönen, nicht zu grossen Schiff vertraut. Wichtig, die Restaurants und Bars und die vielen Möglichkeiten auf offenem Deck die Seereise zu geniessen. Schon bald wurden wir mit den ersten Snacks und weiteren Cüplis verwöhnt und das Schiffsduo spielte zum Auslaufen Seemannslieder, wie Junge komm bald wieder, obwohl wir alles andere im Sinn hatten, als bald wieder zu kommen.
Nach dem ersten Nachtessen genossen wir die Zeit bis zur Schlafenszeit mit Musik. Auf dem Aussendeck spielten und sangen die engagierten Künstler zum Tanz und wir versuchten uns auf dem absolut drehunfreudigen Boden etwas zu bewegen. Es war ein sehr angenehmer, schöner erster Abend.
Tanz
Der erste Tag auf See war ziemlich regnerisch, aber wen störte dies, man konnte nicht an Land gehen, die MS Amadea war auf dem langen Weg zum Nordfjord. Nonstop. Während Doris versuchte aus Kai, dem Künstlermanager die Zeiten für unser Tanztraining abzuringen. "Ich muss es abklären" war sein x-fach gebrauchter Standartsatz. Nachdem Doris im klarmachte, dass er doch endlich abklären soll und nicht nur darüber schwafeln, verschwand er ohne sich zu verabschieden, wir aber hatten die Trainingszeiten einige Zeit später auf der Kabine. Nur, als wir das erste Mal im Theater zum Tanztraining ankamen war dort der Chef der Showtruppe am üben und nicht sehr erfreut über unser Ansinnen. Er machte uns aber freundlicherweise Platz und so kamen wir alle noch zu unseren Zeiten. Wobei wir sogar einmal auf Karin und Joses Terrasse üben konnten, die einiges grösser was als die offizielle Tanzfläche auf diesem Schiff. Aber ich denke, unsere Tanzleute haben das allerbeste aus dieser Situation rausgeholt, niemand hat sich beklakt und auch wir konnten unser vorbereitetes Tanzprogramm vermitteln.
Norwegen
Es waren traumhafte Tage mit traumhaften Landschaften. Obwohl manchmal sah es doch sehr ähnlich aus wie in der Schweiz. Der Nordfjord war Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Jostedals- Nationalpark mit dem mächtigen Gletscherarm Briksdalsbreen. Molde, der Romsdalsfjord, der Geirangerfjord auf dem Berg Dalsnibbaa, mitten im Schnee eine traumhafte Postkartenansicht auf den Fjord genossen. Flam und Bergen waren weitere Destinationen wo wir entweder im Bus die Aussicht genossen oder auf Schusters Rappen eine kleine Wanderung machen durften. Diese Wanderung war ziemlich teuer, der Wanderführer sagte, ausser dass er einmal ein kleines Lied sang, so gut wie nichts, das Mittagessen war ein Minisandwich und ein kleiner Orangensaft und schlussendlich warteten wir eine geschlagene Stunde auf die Flambahn, die uns wieder zum Schiff bringen sollte. Dafür redete eine andere Reiseführerin ununterbrochen und beschwafelte uns mit ihrer Familiengeschichte und unzähligen Tatsachen und vor allem Meinungen. Wir waren alle froh, dass wir den Bus wieder verlassen durften. Doch alles in allem war es eine landschaftlich wunderschöne Kreuzfahrt mit vielen Höhepunkten.
Das Schiff
Es war das kleinste und persönlichste Schiff, auf dem wir bis jetzt reisen durften. Wir wunden mit allem sehr verwöhnt, das Mahlzeiten konnten meistens nicht besser sein, die Angestellten waren ausnahmslos kompetent und freundlich, naja, eine Ausnahme gab es, der mit den Abklärungen, aber auch mit diesem arrangierten wir uns. Es wurde viel kulinarische Abwechslung geboten, vom Austernessen über Spanferkel und Bretzel über frische, warme Waffeln wurden diese Köstlichkeiten im Freien serviert. Dazu kamen natürlich die obligatorischen Cüplis beim Auslaufen, untermalt mit Musik. Die Shows waren jeden Abend erstklassig, nur eben die Tanzmusik war gewöhnungsbedürftig und machte etwas gar viel Pause. Die Tanzfläche war mit 4 Paaren überfüllt, aber ich denke, alle unserer Teilnehmer hatten viel Freude an diesem Schiff, dem Gebotenen und überhaupt der ganzen Reise.
Heimreise
Auch das Ausschiffen und das Abholen mit dem Bus klappte vorzüglich, unsere Reisefachfrau Conny Koch hatte ihren Job ausgezeichnet gemacht. Es war alles bestens organisiert.. vielen Dank Conny, es macht Spass mit dir!!!
Die Wartezeit bis zum Abflug zog sich in die Länge, früh morgens ausschiffen, Flug am Nachmittag, wobei noch eine stündige Verspätung dazu kam. Aber schlussendlich sassen alle im Flugzeug und freuten sich mehr oder eher weniger auf den kommenden Alltag.
Fazit
Es war eine wunderschöne Reise mit liebenswerten Reiseteilnehmern. Wir genossen das Zusammensein mit jedem der Mitreisenden und hatten überhaupt keine Probleme. Das Schiff ist sehr empfehlenswert, wenn man nicht unbedingt Tanzen will. Die Preise der Getränke an Bord waren ausserordentlich niedrig, Tischwein und Wasser sogar gratis. Die ganze Atmosphäre unter uns, aber auch auf dem Schiff war total angenehm. Wir genossen auch die Lautprecherdurchsagen, die allerhand Wissenswertes über Landschaft vermittelte, die unser Schiff gerade passierte.